Naturschutzgebiert Binnendünen Nordoe

Seit März 2013 sind der ehemalige Bundeswehrübungsplatz Nordoe sowie unmittelbar angrenzende Flächen auf dem Gebiet der Gemeinden Dägeling, Kremperheide und Breitenburg ein 407 großes Naturschutzgebiet. Die Stiftung Naturschutz will zusammen mit den beteiligten Gemeinden auf einer Fläche von 407 Hektar die „Binnendünen Nordoe“ dauerhaft schützen.Das Naturschutzgebiet ist zu großen Teilen besonderses Schutzgebiet

In den Heiden, Dünen, nährstoffarmen Gewässern, auf Grünland und in naturnahen Laubwäldern fühlten sich viele gefährdete Arten heimisch. Große Moosjungfer, Kammmolch, Knoblauch- und Kreuzkröte sowie Heidelerche sollen in Nordoe südlich von Itzehoe einen dauerhaften Rückzugsraum haben. Überwiegende Teile befinden sich im Eigentum des Bundes.

Das Fauna-Flora-Habitat (FFH) enthält eine der wenigen verbliebenen offenen und intakten Binnendünenlandschaften Schleswig-Holsteins. Auf Binnendünen sind neben offenen Grasfluren trockene Sandheiden mit Heidekraut und Ginster vorhanden. Einige Flächen sind als offene Sandflächen erhalten, andere mit Eichen-Birkenwäldern bewachsen. In Dünentälern kommen Feuchtheiden vor. Bodensaure, krattartige Eichenwälder, bewaldete Dünen sowie einige nährstoffarme Flachwassertümpel bzw. von Natur aus nährstoffreiche Gewässer ergänzen das Lebensraumangebot. Am Westrand des Geländes sind krautreiche Rasen in das Gebiet mit einbezogen.

Der vorhandene Verbund der genannten Lebensräume sowie der militärische Übungsbetrieb trugen wesentlich zur Vielfalt und zum Artenreichtum des Geländes bei. Unter den vorkommenden Tierarten sind die Libellenart Große Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis) und der Kammmolch besonders hervorzuheben. Als weitere Amphibienarten kommen Kreuzkröte, Knoblauchkröte und Moorfrosch vor.

Das Gesamtgebiet ist als großräumige Offenlandschaft mit ihren landesweit bedeutsamen Artenvorkommen besonders schutzwürdig. Übergreifendes Schutzziel ist die Erhaltung einer großräumigen Offenlandschaft. Das Gebiet soll als naturraumtypischer Komplex der vorkommenden Lebensraumtypen erhalten werden. Insbesondere sollen naturgemäße Grund- und Bodenwasserstände sowie nährstoffarme Verhältnisse erhalten werden.

(Quelle: FFH Gebietssteckbrief)