29 neue Eichen für die Dorfstraße

Eichen zierten die Dorfstraße seit den 80er Jahren, Ende 2009 wurden 66 Bäume gefällt. Was blieb, ist ein kahles Teilstück an der Landesstraße 120 innerhalb der Gemeinde. Nun wird es wieder grün an der Straße. Im Auftrag des Landes pflanzte die Firma Claus Rodenberg aus Kastorf (bei Lübeck) 29 Ersatzbäume.

Die Bäume mussten 2009 weichen, weil die Gemeinde Kremperheide den durch Wurzelaufwuchs stark beschädigten Geh- und Radweg erneuerte. Durch die Arbeiten wurde das Wurzelwerk beschädigt, die Standsicherheit der Bäume war somit nicht mehr gegeben.

Diskussionen zwischen Gemeinde und Land gab es darum, wie viele und was für Bäume als Ersatz gepflanzt werden sollten, wie Bürgermeister Sven Baumann berichtet. Die Abstimmung mit Doreen Radke vom Landesbetrieb ergab aus fachlicher Sicht nur 29 mögliche Ersatzpflanzungen entlang der L120 innerhalb des Ortes. Das Dorf hatte Buchen im Sinne der Anwohner und Geh- und Radweg nutzer favorisiert, das Land entschied sich jedoch für Eichen. „Die Eiche ist kein idealer Baum für Geh- und Radwege.“ Für Anwohner seien Eichen unpraktisch, weil der Baum viel Unrat abwerfe.

Trotzdem ist Baumann froh, dass nun wieder Baumreihen die Dorfstraße säumen. „Dann fahren die Leute nicht so schnell, und die Eichen tragen auch erheblich zum Ortsbildcharakter der Gemeinde bei.“

Drei Tage benötigten Vorarbeiter Rafael Pollak, Peter Przybyla, Jan Denecker und Dirk Becker von der Kasdorfer Forst- und Landschaftspflegefirma Claus Rodenberg. „Wir haben für die Löcher einen Saugbagger benutzt, damit Kabel und Leitungen nicht beschädigt werden“, berichtet Pollak. Außerdem sei ein Wurzelschutz angebracht worden, damit durch die Eichen nicht die Fahrbahn und Gehweg beschädigt würden.

(Quelle: Norddeutsche Rundschau vom 25.5.2011)