„Jeder macht das, was er kann“

25 Jahre Herrengymnastik in Kremperheide: 40 Männer treffen sich jeden Mittwoch und halten sich fit

Das Gymnastikband setzt Leiter Jelke Duitsmann gerne ein (Foto: Jürgen Müller-Tischer)

„Eine Stunde Gymnastik ist schon anstrengend, aber jeder macht eben das, was er kann“, sagt Carl-Heinz Voßberg. Er ist Spartenleiter und einer der Übungsleiter der Herren-Gymnastikgruppe 60plus im TSV Kremperheide. Die feiert in diesem Jahr Jubiläum: Seit 25 Jahren trifft sie sich jeden Mittwoch in der Sporthalle, um sich fit zu halten.

„Einige müssen manchmal aber auch dazu angehalten werden, mal etwas mehr zu machen“, fügt Voßberg schmunzelnd hinzu. Nach den gymnastischen Übungen folgen zum Schluss nochmal Ballspiele wie Fuß- oder Basketball. Wichtig sei der Spaß am Fitnesstraining, das überwiegend von Heiko Engels und Jelke Duitsmann im Wechsel geleitet wird. Voßberg und Werner Haase springen gerne mal ein.

1994 gründeten ältere TSVer unter der Mitwirkung des Kremperheider Arztes Dr. Burghard Hoffmann die Seniorensportgruppe. Zehn Männer starteten damals unter Hoffmanns Leitung das Fitnessprogramm, das immer mehr Interessierte lockte. Heute zähle die Gruppe 40 Aktive und fünf Passive, so Voßberg.

Schon das 20-jährige Bestehen hatte die Sportgruppe besonders gefeiert. „Wir haben uns allerdings keinen Saal gemietet, wir sind weggefahren“, erklärt Voßberg. Ziel war damals die Insel Föhr. Das sei sehr gut angekommen. Und so wurde auch zum 25-jährigen Bestehen in diesem Jahr eine Gemeinschaftsreise angeboten. Erneut ging es für ein Wochenende nach Föhr. Überhaupt komme auch das Gesellige in der Gruppe nicht zu kurz, fügt Voßberg hinzu. Fahrradtouren, Grillabende, Geburtstagsfeiern und die gemütliche Glühweinrunde zum Jahresausklang gehören dazu.

„Leider, auch das liegt an unserem doch recht hohen Alter, verlässt uns der eine oder andere Sportfreund für immer“, räumt Carl-Heinz Voßberg ein. Besonders schwer gefallen sei der Abschied vom langjährigen Leiter der Sportgruppe, Gerd Günter Frommer. „Gegen alle Krankheiten der Welt helfen unsere sportlichen Aktivitäten dann leider doch nicht“, fügt Voßberg hinzu. Im vergangenen Jahr habe es übrigens noch eine spezielle Veränderung gegeben. Da die Damen keine Übungsleiter mehr hatten, schlossen sie sich der Herrengymnastikgruppe an. Es habe ihnen ihrer Aussage nach auch gefallen. Aber mittlerweile haben die Frauen eine eigene Übungsleiterin gefunden, die Männer sind wieder unter sich. Auch im vergangenen Jahr ging eine Ära in der Sportgruppe zu Ende: Übungsleiter Burghard Hoffmann, von seinen Sportfreunden Doc Hoffmann genannt, übergab nach über 20-jähriger Trainingsleitung diese in jüngere Hände. Voßberg: „Wir haben in all den Jahren viel Spaß miteinander gehabt und sind dabei auch noch fit geblieben.“ (rg)

(Quelle: Norddeutsche Rundschau 17.9.2019)